
Manchmal ist es nur ein Moment, dieser verdammt goldrichtige Moment. Der Moment, in dem alles zusammen passt. Der Moment, in dem man das Glück erkennt, und es einfach mit weit ausgebreiteten Armen in sich aufsaugen und vollkommen genießen darf.
So einen goldrichtigen Moment gab es am Abend des 31. Mais. Ich befand mich auf dem Rückweg aus Engelskirchen. Dort lief gerade der zweiten Führungskräfteworkshop mit meinen Kölner Kollegen. Den ersten hatte ich im vergangenen Jahr wegen Longcovid verpasst. Und auch dieses Mal musste ich früher abreisen. Gerade als der gesellige, gemütliche Teil des Workshops begann. Morgen warteten eine OP und mehrere Tage Krankenhaus auf mich.
Doch dazwischen lag nun dieser verdammt goldrichtige Moment. Ein Moment zum Innenhalten und Durchatmen. Ein Moment zum im Hier und Jetzt sein – nicht an gestern, nicht an morgen denken. Einfach einen Moment nur sein.

Ich war mit dem E-Bike unterwegs. Seit gut anderthalb Monaten erweiterte es meinen Fuhrpark und meine Freiheit, nebenbei verbesserte es stetig meine Kondition. Das E-Bike war und ist für mich einer der Gamechanger im langen Kampf mit und nach Longcovid. Die knapp 20 Kilometer zum Tagungsort mit dem Rad zurückzulegen, wäre Anfang des Jahres nicht gegangen.
Und nun stehe ich mit meinem E-Bike auf dem Höhenrücken zwischen Agger- und Sülztal, blicke auf die Kölner Bucht und den Dom und um mich herum wiegen sich im goldenen Licht der bald untergehenden Sonne die Getreidefelder. Freude, Ruhe und Glück machen sich in mir breit. Stings Fields of Gold entfaltet seine Melodie in meinem Kopf.

Der Moment ist perfekt. So perfekt, dass er lange nachhallt, dass ich all das, was ich an diesem Abend im Mai spürte, mit einem Mal wieder da war, als ich dieses Bild für den Adventskalender ausgesucht habe.
Ich wünsche euch bereits jetzt von Herzen für die noch vor uns liegende Weihnachtszeit, das neue Jahr und überhaupt immer: unzählige solch goldener, perfekter, unbezahlbarer und unvergesslicher Momente…

Pingback: 22. Dezember: Der besondere Blick auf Köln - sabrinakieback.de
Pingback: No. 22: Dausende vun Liebesleeder - sabrinakieback.de