
„Like a mockingbird
Singing a thousands songs
That don’t belong to me
Just to see who’s listening
The song of a mockingbird
Hidden within my palm
The one that’s just for me
But if you listen closely
And get a little bit lucky
You just might hear my melody
My secret melody“
(Larkin Poe)
Lange habe ich geglaubt, ich müsse mitsingen, um dazuzugehören. Ich kannte jede Melodie – nur meine eigene nicht. Mein eigener Rhythmus ging verloren. Ich strauchelte und fiel. Und so eine harte Bruchlandung tut weh, vor allem wenn sie sich wiederholt.
Benommen horchte ich in mich hinein. Doch wie nach meinen zahlreichen Fahrradunfällen heißt es trotzdem: Ab in den Sattel! Den eigenen Rhythmus wiederfinden und die Angst vorm nächsten Fall vergessen. Zunächst unsicher und wackelig, doch mit jedem Tritt wächst die eigene Sicherheit wieder.
Mein Ziel ist klar, der Weg noch nicht. Wird er gerade verlaufen? Muss ich Umwege in Kauf nehmen? Wann komme ich an? Keine Ahnung. Doch ich weiß intuitiv: Da vorne wartet ein Ort, an dem ich bei mir ankomme.
Die Abendsonne wärmt meine Haut. Ich genieße die Fahrt. Über mir sirren die Mauersegler. Der Wind rauscht in den Bäumen. Leise dringt die Melodie des Meers zu mir. Darunter mischt kaum hörbar meine eigene Melodie.
„…nah, it ain’t fancy, it ain’t especially fine
Oh, but it’s mine, I know that it’s mine…“
Und die Rhythmusmaschine dafür haben wir bereits kennengelernt: „Mein Herz ist mein Kompass und zeigt mir den Weg…“