
„Un dann jeiht jrad de Sonn op, hell un klor
Ich fahr övver de Zoobröck un ben do
Finster runger, kölsche Luff
Ich sing: Home es, wo dä Dom es…“
(Kasalla)
Ist es merkwürdig? Selbst nach über sieben Jahren in Rösrath muss ich mich beim Ausfüllen von Formularen immer noch konzentrieren, um nicht automatisch „51503 Köln“ einzutragen. Köln ist für mich mehr als ein Herkunftsort. Es ist mein Zuhause, mein Gefühl von Identität und Geborgenheit. Und all das verdichtet sich in einem Bauwerk, das mich jedes Mal aufs Neue packt: der Dom.
Egal wie oft ich ihn sehe – der Anblick trifft mich immer wieder mitten ins Kölsche Herz. Dieser gotische Koloss wirkt auf mich wie ein Anker. Ein fester Punkt, der mir Richtung gibt, wie ein Leuchtturm oder ein Leitstern in der Nacht. Wenn er am Horizont auftaucht, spüre ich sofort: Ich bin angekommen.
Der Dom steht da, wo er hingehört. Und in dem Moment, in dem ich ihn sehe, fällt alle Distanz ab: ein Gefühl von Zugehörigkeit, Freiheit und unerschütterlicher Verbundenheit zu dieser Stadt, die für immer meine Heimat bleibt.
Kleiner Tipp aus dem letzten Jahr: Die eigene Stadt einfach mal mit den Augen eines Touristen betrachten



