
„Manchmal greift man nach der ganzen Welt
Manchmal meint man, dass der Glücksstern fällt
Manchmal nimmt man, wo man lieber gibt
Manchmal hasst man das, was man so liebt
Über sieben Brücken musst du gehen
Sieben dunkle Jahre überstehen
Sieben mal wirst du die Asche sein
Aber einmal auch der helle Schein“
(Karat)
Am Türchen 17 habe ich mir echt die Zähne ausgebissen. Welches Lied und welches Bild könnten sich noch in diesen Adventskalender einreihen? Doch plötzlich puzzelte sich alles in meinem Kopf zusammen. Es ist beruflich gerade DAS Thema und findet sich gleichzeitig auch auf so vielen meiner Bilder, gerade der letzten Tage wieder: BRÜCKEN!
Der Song dazu ergab sich wie von selbst. Es ist der Lieblingssongs meines Sohnes (und damit auch Top-Song des Jahres im gemeinsam genutzten Spotify-Account): „Über sieben Brücken musst du gehen“ – in der Originalversion von Karat. Ein Song, der vom Liebeslied zur Ost-Rock-Hymne avancierte.
Brücken zwischen Verbindung und Umweg
Eigentlich sind Brücken ein positiv besetzter Begriff: Brücken verbinden. Brücken sind faszinierende Bauwerke und Denkmäler – manche sogar weltberühmt. Brücken helfen uns Hindernisse zu überqueren. Doch dieses Bild bekommt im wahrsten Sinne des Wortes Risse. Seit Jahren stehen sie symptomatisch für die kaputte Infrastruktur, die viele zu Umwegen zwingen. Und es werden nicht weniger – ich weiß, wovon ich spreche. Aktuell beherrschen nicht mehr intakte Brücken gefühlt mehr als 100 Prozent meiner Arbeitszeit.
„…über sieben Brücken musst du gehen, sieben dunkle Jahre überstehn
Sieben Mal wirst du die Asche sein, aber einmal auch der helle Schein…“
Die Brücken im Lied sind etwas sehr Abstraktes. Sie werden zu den Symbolen für Hindernisse und Prüfungen, die uns aber stärker machen und wachsen lassen. Für mich ist es fast absurderweise aktuell ein Spiegel meines Jobs: Jede Brücke bietet kommunikatorisch neue Herausforderungen, die es zu meistern gilt. Und doch wachse ich mit jeder neuen Aufgabe, auch wenn es Geduld und Nerven kostet die „dunklen Jahre“ zu überstehen.
„…manchmal such ich Trost in einem Lied…“
„Über sieben Brücken musst du gehen“ gab vielen Bürgern der DDR in nicht einfach Zeiten Halt, Mut und Zuversicht, dass irgendwo der „helle Schein“, die guten Zeiten warten. Für mich ist es immer faszinierend, welche Macht von Musik zu allen Zeiten und in allen Kulturen ausgeht und was diese mit uns machen kann. (An dieser Stelle sei schon mal Türchen No. 20 gespoilert!)
Welches Lied spendet euch Trost in schweren Zeiten?
Wer mag, darf gerne unten einen Kommentar dazu dalassen.









Ein Kompliment von den Sportfreunden Stiller oder Wie Schön Du Bist von Sarah Connor. Hilft den Selbstwert wieder zu erkennen, wenn man sich mal wieder verloren hat….