Wer von euch hat als Kind auch davon geträumt, mit Pippi durch die Villa Kunterbunt zu stöbern, mit Michel gemeinsam Streiche auszuhecken oder mit Ronja Abenteuer im Wald zu erleben? Vermutlich die allermeisten, die mit den wundervollen Geschichten von Astrid Lindgren groß geworden sind. In diesem Sommer ist für mich (mit ein klein wenig Verzögerung) dieser Traum wahrgeworden. Auf unserer Reise durch Schweden haben wir immer wieder Orte besucht, die Astrid Lindgren inspirierten, oder an denen aus den Geschichten Filme wurden.
Willkommen in Pippis Welt
Dass Visby für die Dreharbeiten ausgewählt wurde, war reiner Zufall. Regisseur Olle Hellbom inserierte […] nach einer Villa Kunterbunt und erhielt Antwort aus Visby. Das ehemalige Verwaltungsgebäude auf dem Militärgebiet P18 im südlichen Visby eignete sich hervorragend als Villa Kunterbunt. („Pippi-Karte“ Touristenbüro Visby)
Der erste Gang beim unserem Visby-Besuch erfolgte ins Touristenbüro, um eine „Pippi-Karte“ zu holen, mit deren Hilfe wir (oder vielmehr ich) die Drehorte einer meiner Lieblingskinderserien/-filme aufspüren konnte(n). Vielleicht kommen euch die meisten Orte auch bekannt vor. Ansonsten bietet das ZDF kurz vor Weihnachten bestimmt wieder die Gelegenheit, die Filme und/oder Serie nochmals anzuschauen.
Visby – Eine Stadtführung in Bildern









Egal, wo man sich durch die Altstadt von Visby bewegt, bei jedem Schritt habe ich erwartet, dass Pippi, Tommi, Anika, die Prusselliese, Kling und Klang oder Blum und Donnerkarlson gleich um die nächste Ecke biegen. Aber auch ohne Fan der Pippi-Filme zu sein, nimmt einen der Charme Visbys direkt ein. Wir haben uns beide ein wenig in die alte Hansestadt verliebt (s. Tag 10 und Tag 12 unseres Reiseblogs).
Die Villa Kunterbunt selbst haben wir nicht besucht. Sie ist mittlerweile der Mittelpunkt des Freizeitparks Kneippbyn und der Eintritt doch recht kostspielig.


Kurzbesuch bei Michel auf dem Katthulthof
Keine 5 Kilometer von unserer Unterkunft in Småland entfernt liegt der Katthult-Hof, der natürlich auch auf unserer Sightseeingliste steht. Katthult ist einer von vier Bauernhöfen im Dorf Gibberyd. Seit 1898 ist der Hof in Familienbesitz und war ein gewöhnlicher Bauernhof. Nach Ausstrahlung der „Michel“-Filme wurde der Drehort zur Pilgerstätte der Fans. In den schwedischen Sommerferien kann er daher gegen kleines Eintrittsgeld besichtigt werden. Während das Wohnhaus nur von außen betrachtet werden darf, kann man im Tischlerschuppen, in Alfreds Knechtkate und vielen anderen Gebäuden auf Michels Spuren wandeln.
An Weihnachten habt ihr die Möglichkeit ein Vergleich zwischen den Bildern aus Juli 2025 und den Filmen aus den 1970er Jahren zu ziehen. Dann laufen diese wieder im ZDF.
Hofführung in Bildern










Auch mal Kind sein in Bullerbü
Natürlich reihte sich auch das Synonym für schwedische Idylle in unsere Reiseroute ein: Bullerbü. Auch knapp 80 Jahre nach Erscheinen des Buches und fast 40 Jahre nach den beiden Filmen ist Sevedstorp weiterhin eine beliebte Pilgerstätte für große und kleine Fans. Die drei Höfe können zwar nur vom Zaun aus betrachtet werden, da sie in Privatbesitz sind, das schmälert das Erlebnis in keiner Weise. Kinder können sich zudem, wie die Bullerbü-Kinder im Heu austoben. Ein kleines Café bietet allerlei süße Köstlichkeiten für vom Spielen und Toben ausgehungerte Kinder.



Vimmerby und Näs – Heimat und Inspirationsort
Hauptstraße und Kleine Straße, das war alles, was es gab – und den großen Markt natürlich. Der Rest waren winzige kopfsteingepflasterte, bucklige Gassen und Straßenstummel […]. Eine schöne Stadt war es also, streng genommen nicht, aber sie hatte die altväterliche gemütliche Ruhe.“ (Auszug aus „Kalle Blomquist lebt gefährlich“)
Auch wenn fast alle Geschichten Astrid Lindgrens an fiktiven Orten und in oft nicht näher benannten Kleinstädten spielen, so haben sie doch alle eine, genauer gesagt zwei Inspirationsquellen: Vimmerby und das ehemals vor den Toren der Stadt gelegene Näs. Diese beiden Orte lassen sich prima bei einem Tagesausflug erkunden.


