Eigentlich ist es ein wenig anmaßend, dass ich einen Beitrag zu Kasachstan schreibe, denn viel habe ich nicht gesehen vom mit Abstand größten aller zentralasiatischen Länder. (Zum Vergleich: Es ist mehr als 7,5 mal so groß wie Deutschland.) Dass ich persönlich nicht viel gesehen habe, lag an zwei Dingen. Grund 1: Wir waren nur ca. 24 Stunden in Kasachstan. Grund 2: Ich war so fertig nach der Anreise, dass ich einfach auf dem Bett eingeschlafen bin und für die Stadtexkursion in Almaty, der ehemaligen Hauptstadt des Landes, nicht wach zu bekommen war. Das finde ich bis heute mehr als ärgerlich.
Almaty – ehemalige Hauptstadt und Wintersportzentrum
Während ich von Almaty nur das Hotel und die Straßen beim Verlassen der Stadt gesehen habe, erkundeten meine Kommilitonen die größte Metropole des Landes. Bis 1997 war sie Hauptstadt Kasachstans und wurde dann durch Astana ersetzt. Die typischen Sehenswürdigkeiten der Stadt standen auf dem Programm:



Was ich als großer Sportfan wirklich gerne live gesehen hätte, wäre das Wintersportzentrum Medeo gewesen. Auf der offenen Eisschnelllaufbahn wurden in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Weltrekorde aufgestellt. Ein spannendes Stück Sportgeschichte.


Charyn Canyon – der kleine Bruder des Grand Canyon
Am nächsten Tag, unser zweiter Tag in Zentralasien und gleichzeitig mein Geburtstag, ging es direkt weiter in Richtung Süden, nach Kirgistan. Doch zuvor gab es noch ein besonderes Highlight. Nach einer langen Fahrt durch die kasachische Steppe und entlang vieler Präriehunde bewunderten wir den rotstrahlenden Charyn Canyon (Charynskiy Kan’on). Zurecht wird er kleiner Bruder des Grand Canyon genannt. Diesen durchwanderten wir für gut zwei Stunden in sengender Hitze und durften nebenbei noch etwas zur geologischen Historie dieses einmaligen Naturortes erfahren. (Die Historie erspare ich euch.) Die Felsformationen und schroffen, steil aufragenden Wände sind wirklich sehr beeindruckend. Ein sehr faszinierender Geburtstagsausflug.
Damit endet der kurze Reisebericht über Kasachstan auch schon. Denn Kirgistan und seine unglaubliche Bergwelt warten schon auf uns.
